| Wahrscheinlich von französisch
dada, kindliche Bezeichnung für"Holzpferdchen".Dadaismus
seit 1916 (Gründung des "Cabaret Voltaire",
Zürich) internationale pazifistische künstlerische Bewegung,
die als Protest gegen die Institutionalisierung der Kultur,
die Zweckgebundenheit der Kunst und die Perfektion der
Technik eine Hinwendung zum scheinbar Sinnlosen forderte.
Zufall und Spontaneität wurden zum Gesetz dieser gegen
bürgerlich-konformistische Kunstideale rebellierenden
"Anti-Kunst". Als Ausdrucksform bevorzugte man
"Collagen" (Klebebilder) und willkürlich assoziierte
Wort- und Silbenreihen in traumhaft-alogischer Verknüpfung.
Die Maler legten die traditionellen Pinsel beiseite, arbeiteten
direkt mit Holz, Metall, verschiedenen Gegenständen,
Stofffetzen und Bruchstücken und fertigten Collagen
und Fotomontagen an. Die inhaltliche Aussage der Werke
trat in den Hintergrund gegenüber dem Spiel mit der Form.
Nach dem 1. Weltkrieg beeinflusste der Dadaismus stark
den Surrealismus, von dessen konstruktiver Forderung nach
Kommunikation sich die dadaistische Betonung eines totalen
Subjektivismus jedoch deutlich unterscheidet. Anklänge
an den Dadaismus finden sich in neuerer Zeit in der Pop-Art.
Zentren des bis etwa 1924 bedeutsamen Dadaismus: Zürich,
Berlin, Paris, New York. |
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